Mario Kogler heisst der neue Head Coach der Thurgauer Young Lions Junioren TOP. Wir durften ihm einige Fragen zur Saison 2013/14 stellen.

 

Young Lions: Mario, bis vor kurzem warst du noch bei Mora in Schweden engagiert. Wie ist es zum Engagement in der Schweiz beim HC Thurgau gekommen?

Mario Kogler: Neben Christian Webers Aufgabe als Junioren Head Coach und späterer Head Coach der 1. Mannschaft, waren wir beide beim EC KAC zuständig für die Entwicklung des Nachwuchses in den Hockey Akademie Trainingseinheiten. Wir hatten dadurch engen Kontakt und bildeten zusammen ein gutes Trainergespann. Ich habe die Zusammenarbeit mit Christian sehr genossen und wir haben immer einen regen Austausch im fachlichen Bereich geführt. Auch in meiner Zeit in Schweden habe ich mich mit Christian sehr oft telefonisch ausgetauscht. Nachdem der schwedische Club Mora IK in der vergangenen Saison immer mehr in finanzielle Not geraten war und Christians Engagement mit dem HC Thurgau beschlossen war, erkundete er sich über ein mögliches Interesse, ihn beim HC Thurgau zu unterstützen. Es ging daraufhin eigentlich sehr schnell und ich beschloss die Herausforderung beim HC Thurgau für die kommende Spielzeit anzunehmen. Ich bin sehr erfreut, dass er mich in Erwägung gezogen hat.

 

YL: Hast du deine neue Arbeitsstätte schon gesehen und was weisst du über den HC Thurgau und die Young Lions Organisation?

MK: Ich war bis jetzt zweimal in Weinfelden, der Heimatstätte des HC Thurgau. Ich bin beeindruckt von der Infrastruktur und der möglichen sportlichen Vielfalt in Weinfelden. Ich habe über die Young Lions schon ein wenig in Erfahrung gebracht, als auch die Zukunftspläne der Young Lions Organisation. Die gesamte Ostschweiz ist ein guter Ort um Eishockey attraktiv zu machen und es freut mich, Teil des Vorhabens zu sein, um diesen richtungsweisenden Schritt zu machen.

 

YL: Nebst dem Ass. Coach der NLB Equipe, wirst du die Junioren TOP betreuen als Head Coach. Konntest du das Team bereits kennen lernen und welche Eindrücke hast du gewonnen?

MK: Während meiner zwei Aufenthalte in Weinfelden konnte ich einen Teil der Junioren Top Mannschaft kennen lernen. Bis die gesamte Mannschaft in ihrer endgültigen Form zusammenfindet, wird die Mannschaft von Christian Thiemeyer professionell durch die Off-Ice Trainings geleitet. Das Off-Ice Training der Junioren TOP ist abwechslungsreich und bestens organisiert. Trotz meiner Abwesenheit hoffe ich, dass die Mannschaft die Trainings zahlreich und regelmässig besucht, um in guter Verfassung die Eissaison beginnen zu können. Von Schweden kommend bin ich gewohnt, dass die Junioren 8-10 Off-Ice Einheiten pro Woche bestreiten um auch dem Elite Status gerecht zu werden. Daher ist das Off-Ice auch so wichtig.

 

YL: Die Junioren TOP sind in der vergangenen Saison aus der Elite B Klasse abgestiegen. Welche Ziele verfolgst du in der Saison 2013/2014 mit deinem Team?

MK: Natürlich ist ein gradualer Aufstieg etwas sehr wichtiges, um den Status des HC Thurgau zu festigen. Das sollte auch das langfristige Ziel sein. Vorerst muss ich mir ein Bild vom Können jedes einzelnen Spielers machen und mit meinem Assistent Coach Christian Thiemeyer einen detaillierten Plan aufsetzen, wie wir unsere Spieler ausbilden können, um den richtigen Platz in unserem Spielsystem zu finden. Für uns als Coaching Staff ist es daher auf jeden Fall von grosser Bedeutung, die Spieler in ihren individuellen Skills so vorzubereiten, um in dieser oder zumindest in geraumer Zeit wieder den Aufstieg zu schaffen.

 

YL: Welche Erfahrungen aus deinen vergangenen Jahren als Profitrainer (Österreich, Übersee, Schweden) nimmst du mit und möchtest du im Thurgau einbringen?

MK: Durch meine internationalen Ausbildungen und praktischen Erfahrungen im Development Coaching und auch Head & Assistent Coaching, möchte ich vieles Einbringen um den Spielern das bestmögliche an Entwicklung zu bieten. Ist es doch nicht nur für mich etwas Neues in der Schweiz einen Coaching Job im Junioren Bereich in Angriff zu nehmen. Auch für die Spieler ist es etwas Neues, eine neue Richtung zu gehen. Vor allem würde ich gerne viel Zeit dem Eislauf- und den Skilltechniken widmen, um unser Spielsystem zu komplimentieren. In den Ländern in denen ich bis jetzt arbeitete, Schweden, USA, Kanada und Tschechien verbringt man sehr viel Zeit, so viele Wiederholungen wie möglich zu machen, um die Skills zu festigen.

 

YL: Wie beurteilst du die Mentalität und die Einstellung der Schweizer Spieler im Vergleich mit nordischen Ligen?

MK: Ich kann die Mentalität der Schweizer Spieler noch nicht genau beurteilen. Jedoch kann ich behaupten, dass die Schweiz generell in die absolut richtige Richtung geht und dies auch mit der diesjährigen WM bestätigt wurde. Von Österreich kommend, ein Land das sich gern mit dem mittleren Weg zufrieden gibt und die Erfahrung in Schweden mit der Mentalität des Elite Weges, habe ich zwei Extreme erfahren. Wo sich die Schweiz in dieser Breite einreiht werde ich erst sehen. Hoffe ich doch auf grossen Ehrgeiz und Willen der Young Lions Junioren Top.

 

YL: Gibt es etwas, was du dem YL Junioren Team mit auf den Weg geben möchtest für die bevorstehende Saison?

MK: Wie schon vorher angesprochen ist eine top Vorbereitung essentiell um unsere Mannschaftsziele zu erreichen. Vor allem ist es wichtig mit Motivation, Herz und Willen sich der Sache anzunehmen um die gesteckten Ziele als Mannschaft zu erreichen.

 

Vielen Dank Mario für deine Zeit und eine erfolgreiche Zeit beim HC Thurgau!

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